Foto: R. Huber

Foto: G. Gattinger

Grafik: K. Kühtreiber, auf Basis Geodaten NÖGIS

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Foto: K. Kühtreiber

Foto: K. Kühtreiber

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Vorträge

Vorträge im Sommersemester 2026

Mittwoch, 4. März 2026, 18 Uhr c.t.
Universität Wien, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, 1190 Wien, Franz Klein-Gasse 1, 3. Stock, Hörsaal 7 (hybrid)

Bendeguz Tobias, Veronika Wieser und Doris Pany-Kucera (Wien)

Gemeinschaften im Wandel: Interdisziplinäre Perspektiven auf Bevölkerungsdynamiken in Leobersdorf, Mödling und dem Karpatenraum (4.–9. Jahrhundert)

Das im Jahr 2020 begonnene ERC-Synergy Grant Projekt „HistoGenes“ hat sich zum Ziel gesetzt die Bevölkerungsgeschichte Ostmitteleuropas von ca. 400 bis 900 u. Z. umfassend zu analysieren. Dies geschieht durch die interdisziplinäre Einbindung modernster genetischer, archäologischer, historischer und anthropologischer. Hierzu wurden rund 7.000 genetische Proben aus dem Karpatenbecken und den angrenzenden Regionen analysiert und ausgewertet. In unserem Vortrag möchten wir Ihnen einige Ergebnisse unserer fünfjährigen Forschung vorstellen.

Aus archäologischer Sicht bietet sich die Möglichkeit bisherige Interpretationen zu sozialen Aspekten und zur Gesellschaft sowie zur Entstehung und Entwicklung von Gräberfeldern und zur Chronologie neu zu überdenken bzw. methodisch weiterzuentwickeln.

Für die Geschichtsforschung ergeben sich neue Möglichkeiten, Modelle für die Einordnung der Umbrüche der ‚Völkerwanderungszeit‘ zu entwickeln und die Quellenperspektive kritisch zu hinterfragen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, die oft widersprüchlichen Entwicklungen auf regionaler Ebene zu erfassen. Dazu zählen Phänomene wie gleichzeitiger Niedergang und Kontinuität sowie Kooperation und Invasion. Dabei stellt sich die Frage, welche Faktoren disruptiv und welche Entwicklungen stabilisierend wirkten.

Die genetischen Daten eröffnen für die biologische Anthropologie neue Perspektiven hinsichtlich der sozialen Zusammenhänge früherer Gesellschaften. Insbesondere die detaillierte Auswertung von biologischen Verwandtschaften und Partnerschaften und die Geschlechtsbestimmung von subadulten Individuen erlauben völlig neue Forschungs- und Interpretationsansätze bezüglich Demographie und Gesellschaftsstrukturen, Ernährung, Gesundheit sowie Aktivitätsmarker und Lebensweisen.

Uns ist es ein Anliegen, Ihnen unser Projekt, den interdisziplinären und integrativen Ansatz und unsere Ergebnisse zu vermitteln.

Bendeguz Tobias ist Archäologe und arbeitet seit 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im ERC Synergy Grant HistoGenes (ÖAW-IMAFO). Seine Schwerpunkte liegen in der Archäologie des Frühmittelalters mit einem besonderen Fokus auf den Mittelmeerraum, das Karpatenbecken und die osteuropäischen Steppengebiete. In seinen wissenschaftlichen Stationen am Römisch-Germanischen Zentralmuseum (heute LEIZA) und an der Universität Innsbruck hat er sich mit Schmiedewerkzeugen, der Archäologie der Awaren und frühen Ungarn, sowie spätantiken und byzantinischen Gewichten beschäftigt. In interdisziplinären Forschungsprojekten wie zum Beispiel Gürtelgarnituren und Glasperlen ist er bestrebt gängige Forschungsnarrative zu hinterfragen und die Frühmittelalterarchäologie methodisch weiterzuentwickeln. Neben der Forschung hat er auch an der Universität Innsbruck und Wien Lehrveranstaltungen gehalten.

Veronika Wieser ist Historikerin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) im ERC Synergy Grant HistoGenes (ÖAW-IMAFO). Ihre Expertise liegt in der Kulturgeschichte der Spätantike und der Völkerwanderungszeit, mit besonderem Schwerpunkt auf interdisziplinärer Forschung und Digital Humanities (Projektleiterin Mapping Medieval Peoples (ÖAW)). In ihrer Arbeit untersucht sie Entzeitvorstellungen, Historiografie sowie die Dynamiken religiöser und ethnischer Identität im spätrömischen Reich und in den frühmittelalterlichen Königreichen. Besonders interessiert sie sich für die kulturelle und historische Dimension der Wahrnehmung von Völkern und Räumen.

Doris Pany-Kucera ist biologische Anthropologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin und Co-Kuratorin im Naturhistorischen Museum Wien (NHMW), sowie Wissenschaftlerin im Rahmen des ERC Synergy Grant HistoGenes (ÖAW). Sie war und ist an mehreren wissenschaftlichen- und Ausstellungsprojekten beteiligt und lehrt an der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Aktivitätsmuster und Zeichen körperlicher Belastung, sowie Veränderungen des Beckens, die durch Schwangerschaften und Geburten entstanden sein könnten. Sie hat auch zur Entwicklung neuer Methoden in diesen Forschungsbereichen beigetragen. Im aktuellen ERC-Projekt HistoGenes konzentriert sie sich auf demographische Aspekte, Anzeichen von Aktivität, Gesundheit, Ernährung sowie die Rekonstruktion von Lebensgeschichten und Beziehungen von Frauen und Müttern.

Livestream: https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_YzI1NWJjZjUtOWYwMy00YTY0LWI1MjAtOWMwN2NhOWZjNzgx%40thread.v2/0?context=%7b%22Tid%22%3a%22158a941a-576e-4e87-993d-b2eab8526e50%22%2c%22Oid%22%3a%221717ce96-40bc-4803-9afa-8c8bd2bed230%22%7d

Mittwoch, 27. Mai 2026, 18 Uhr c.t.
Universität Wien, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, 1190 Wien, Franz Klein-Gasse 1, 3. Stock, Hörsaal 7 (hybrid)

Katrin Wenzel-Schöning (Stuttgart)

Der Turm der Alten Kapelle in Regensburg – Neue Erkenntnisse zur frühmittelalterlichen Pfalz

Die Alte Kapelle wurde im 9. Jahrhundert durch Ludwig den Deutschen als Pfalzkirche gegründet. Sie ist damit das einzige oberirdisch erhaltene und klar identifizierte Bauwerk der karolingischen Pfalzanlage in Regensburg. Die Darstellung ihrer Baugeschichte basierte dabei bisher vor allem auf der Analyse historischer Quellen. Die chronologische Zuordnung des Baubestandes blieb jedoch auf Grund fehlender Bestandsuntersuchungen weitgehend unklar. In den Jahren 2009–2019 fanden deshalb eingehende Untersuchungen am Baubestand der Alten Kapelle statt, die vor allem den Turm der Anlage in den Fokus rückten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse ergänzen die spärlichen Schriftquellen des frühen Mittelalters und setzen außerdem wichtige Impulse sowohl für die Rekonstruktion der frühmittelalterlichen Pfalzanlage als auch für die zeitliche Einordnung frühmittelalterlicher Bautechnik.

Dipl.-Ing. (FH) Katrin Wenzel-Schöning M.A., 2001–2007 Diplomstudium Architektur an der Technischen Universität Wien und der Hochschule Biberach; 2008-2010 Masterstudium Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; 2024 Promotion an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bei Prof. Dr. Matthias Untermann zur Alten Kapelle in Regensburg. 2023–2025 Mitarbeiterin im „Pilotprojekt Inwertsetzung Ausgrabungen“ (PIA) am Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Seit 2025 Mitarbeiterin (25%) im Forschungsprojekt „Der Magdeburger Domplatz“ der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seit 2026 wissenschaftliche Mitarbeiterin (50%) im DFG-Projekt „Kirchengenese und Siedlungsentwicklung in Rottenburg-Sülchen, Kr. Tübingen. Ein Modellfall für die Ausbildung von Zentralorten in der Gründungszeit des Bistums Konstanz.“ beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.

Livestream: https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_MDMwNThhOWMtYjk5My00NzZkLWIyMTMtMmFjYjc5MzY5ZmQx%40thread.v2/0?context=%7b%22Tid%22%3a%22158a941a-576e-4e87-993d-b2eab8526e50%22%2c%22Oid%22%3a%221717ce96-40bc-4803-9afa-8c8bd2bed230%22%7d

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