Nora Siegmeth
Die landschaftsarchäologische Untersuchung der Herrschaft Merkenstein
Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich, Beiheft 16/2026
138 Seiten; Format 210 × 297 mm; Paperback
ISBN 978-3-903192-08-9
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Inhaltsverzeichnis
Anhand des Fallbeispiels Merkenstein (Bezirk Baden, NÖ) wird in dieser Arbeit die Frage beantwortet, wie sich eine mittelalterliche bis neuzeitliche Grundherrschaft in ihre Landschaft einprägte. Ein Fokus liegt dabei auf der Wechselbeziehung zwischend den gegebenen, physischen Aspekte der Landschaft und den menschengemachten Eingriffen durch die Herrschaft. Die GIS-basierte Untersuchung eines Digitalen Geländemodells des Gebietes ermöglichte so die schrittweise Rekonstruktion stratigraphischer Beziehungen erhaltener Strukturen, zu denen u. a. ein dichtes Altwegenetz, Altflurrelikte, Reste von Belagerungsstellungen und eine mittelalterliche Ortswüstung zählen. So kristallisierten sich mehrere Phasen des prozesshaften Wandels innerhalb der Grundherrschaft heraus. Ihre zeitliche Einordnung konnte durch Informationen aus archäologischem Fundmaterial, historischen Schriftquellen und historischen Karten ergänzt werden. Am Beginn dieser Phasen stand natürlich die Herrschaftsgründung und somit auch die Wahl des Burgstandortes. In diesem Zusammenhang erfolgte die modellhafte Rekonstruktion von Sichtverhältnissen zwischen Herrschaftssitz und dessen Umgebung. Diese Arbeit bietet so einen umfassenden Überblick darüber, welche Spuren Herrschaft hinterließ und welchen Wandel sie, von ihren Anfängen im 12. Jahrhundert bis in die Zeit nach der Abschaffung der Grundherrschaft im 19. Jahrhundert, vollzog.